Die Hospizidee

Hospizidee

»Es ist nicht der Tod, es ist das Sterben, das mich beunruhigt.«

Michel Eyquem de Montaigne (1533-1592), Politiker u. Philosoph

Hospiz heute

Unter Hospiz versteht man heute sowohl stationäre als auch ambulante Einrichtungen für Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase Begleitung und Betreuung benötigen.

Geprägt wird die Arbeit durch die Bemühungen, den schwerst- und todkranken Menschen bis zu ihrem Tod eine ganzheitliche würdigende Zuwendung zukommen zu lassen. Unter Ganzheitlichkeit wird die Begleitung von Betroffenen und deren Angehörigen mit dem Blickwinkel auf ihre spirituellen, sozialen, psychischen und physiologischen Bedürfnisse verstanden.

 

Geschichte und Grundidee

Die Hospizbewegung ist noch jung, ihere Wurzeln aber schon sehr alt. Das Wort »Hospiz« kommt aus der lateinischen Sprache. »Hospes« heißt Gast und ist zugleich Gastgeber. Im frühen Christentum war das Hospiz eine Herberge für Pilger und Reisende.

Die Hospizidee wurde von Cicely Saunders (*22. Juli 1918 in Barnet, Hertforshire, †14. Juli 2005 in London), einer englischen Ärztin, Krankenschwester und Sozialarbeiterin, wiederbelebt. Sie entwickelte bahnbrechende Vorstellungen von Schmerztherapie: Schmerzfreiheit und Entspannung bei vollem Bewusstsein. Sie gründete 1967 in London das St. Christophers Hospice, die erste Einrichtung, die den Grundgedanken der modernen Hospizbewegung umsetzte. Von hier aus ging die Hospizidee in die ganze Welt.